Check_MK Konfiguration

Ob man nun Check_MK im eigens gepflegten Nagios nutzt oder aber als Bestandteil von OMD, es ist sicher, dass auch das check_mk-Verhalten noch auf Admins Bedürfnisse angepasst werden müssen. check_mk erstellt auf Grund seiner eigenen Config auch Nagios-Config-Dateien. Hier meine Konfigurationsschnipsel, die meiner Meinung nach durchaus Sinn machen.

Check-Verhalten

Die ersten zwei Optionen geben an, wie oft ein nicht-„OK“ Status reinfliegen darf, bis sich der Status entsprechend ändert. Das kann man für Hosts und Services getrennt angeben. Ebenso auch den Retry-Interval, falls sich ein Host oder Service nicht im Status „OK“ befindet.

In diesem Fall wird die Fehlertoleranz für alle Hosts auf 5 Checks und der Interval auf 1 (was i.d.R. eine Minute entspricht) gesetzt. Bei OMD sind die Max Check Attempts auf 1 gesetzt, was in einer Vielzahl von Mails gipfelte 🙁

Inventarisierung

Das geniale an Check_MK ist meiner Meinung nach vorallem die Inventarisierung. Check_MK entscheidet selbstständig (im Rahmen, den der Admin vorgibt), welche Services aufgenommen werden.

In der ersten Zeile wird erklärt, dass nur Ports im Status „up“ inventarisiert werden. Die Status „2“ (down), „3“ (testing), „4“ (unknown), „5“ (dormant), „6“ (notPresent) and „7“ (lowerLayerDown) wäre auch möglich. Die zweite Zeile enthält die Porttypen, also Ethernet, Fastethernet, Gigabit, Frame Relay,etc. Die dritte Zeile weißt an, dass der Service-Name den Namen des Interfaces beinhalten soll, bspw. „Interface ethernet0/0“, „Interface loopback.1“ oder „Interface ethernet0/5.1“. Die vierte Zeile inventarisiert auch den Portspeed. So lassen sich Interfaces finden, die bei Auto-Neg auf 10Mbit/Halfduplex runtergefallen sind und womöglich einen Mismatch mit Performance-Verlust verursachen.

Check Inventory

Diese beiden Zeilen veranlassen check_mk einen zusätzlichen Service pro Host einzuführen, der überprüft, ob eine Inventarisierung eine Abweichung vom Ist-Zustand ergeben würde. 120 gibt hier die Anzahl der Intervalle (default: 1 Minute) an, bis der Check wieder durchgeführt werden soll. In einem schnell ändernden Netz eignet sich 120, wobei ich aber eher zu Zeiten zwischen 720 (12 Stunden) und 4320 (3 Tage) tendieren würde. Die zweite Zeile gibt an, in welchen Status (1 – warning, 2 – critical) der Check bei Erkennung einer notwendigen Neuinventur wechseln soll.

Quellen und weiterführende Links: Check MK Configvars und Check MK Check If

2 Gedanken zu „Check_MK Konfiguration

    1. Hallo Nico,

      ich meine, dass in der ersten Testkonfiguration @ work nur Gigabit-Schnittstellen abzufragen waren. Danke aber für den Hinweis, der Vollständigkeit halber habe ich den Artikel angepasst.

      Vielen Dank! 🙂

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