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DD-WRT und SNMP: falscher Port Speed

Mein Monitoring hat mir bei den Standard SNMP Interface OIDs permanent angezeigt, dass die Interfaces der DD-WRT-Kisten WRT54GL und WRT320N nur auf 10 MBit/Fullduplex laufen.

Die Gegenstellen (Server, Switches, PCs) haben sich aber immer auf 100 Mbit/Full geeinigt, es traten keine Interface-Fehler auf und auch beim festkonfigurierten Interface stand beharrlich 10/FD als SNMP-Wert.

Ursache: DD-WRT scheint den richtigen Portspeed nicht zu erkennen.

Lösung:

  1. Mit SSH auf das Gerät gehen.
  2. # vi /var/snmp/snmpd.conf
  3. Mit dem Befehl ps die Prozess-ID von SNMP ablesen

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Ein Router zum Selberbasteln

Jeder Internetbenutzer hat einen! Jeder Internetbenutzer, der einen DSL-Anschluss hat und den Datenstrom auf mehrere PCs zu Hause verteilen will. Schon hier erkennt man die grundsätzliche Aufgabe eines Routers – die Trennung zwischen 2 oder mehreren logischen Netzwerken. Im Massenbeispiel DSL ist das die Trennung und Vermittlung zwischen Internet und Heimnetzwerk. Die meisten Router, die man heutzutage von seinem Anbieter bekommt, kommen hardwaretechnisch mit einem DSL-Modem, einem Switch und einem WLAN-Accesspoint daher – out of the box. Anschließen, loslegen!

Will man nun hinter die Fasade schauen und seinen smarten Mini-PC "pimpen", so stößt man oft an die vom Hersteller gesetzen Grenzen. Black Box – kein Durchkommen zur Firmware!
Anders dagegen beim WRT54GL: offengelegte Firmware, einfach auszutauschen, mit Linuxkenntnissen und einigen Quellen im Internet immens erweiterbar. Wer schon Erfahrung mit der NSLU2 hat, für den sollte der Ausbau des WRT54GL ein Klacks sein.

Mein "Serverschrank"

(oben: WRT54GL, Telefonstation
mitte v.l.: Die NSLU2 , SATA-HDD in Alu-Case und Kühlkörper, WLAN Modem 200
unten: Kabelsalat 😉
hinten: Arcor Starterbox(ISDN-TK-Anlage) )

Software auf dem Router 

Bleibt natürlich die Frage: "Was will ich?" Webserver aus Apache, PHP und MySQL? Sicheres Firewallreglement mit DMZ und Trennung zwischen LAN, WLAN und WAN? DHCP-Server und Domain Controller? VPN-Server? WDS (Wireless Distribution System – Router über WLAN verbinden)? Asterisk-Anlage für VoIP?
Die Antwort nach der Machbarkeit und Möglichkeit dieser Einsatzszenarien lassen sich kurz mit einem 'Ja' beantworten. Einzig und allein der freie Speicher des Flash holen den begeisterten Heimnetzplaner auf den Boden der Tatsachen zurück. Will man doch noch mehr als möglich Software installieren, so finden sich im Internet Anleitungen für eine USB-Interface-Erweiterung.

So, und wie machen wir das Ganze nun? Die Antwort lautet: Alternative Firmware installieren!!

OpenWRT

Unter www.openwrt.org findet man haufenweise Informationen, Anleitungen und Hilfe zum Thema OpenWRT. Leider alles in Englisch, ein deutsches Forum, das sich nicht nur beiläufig mit dem Thema beschäftigt, vermisse ich leider sehr im Internet. Da OpenWRT auf Linux basiert, bleibt einem nichts anderes übrig, als die Konfiguration zu 90% über die Konsole (z. B. per PuTTY) durchzuführen.
(Dazu Werbung in eigener Sache: Wer will, kann beim Aufbau eines solchen Forums mithelfen. Einfach auf www.xentity.de registrieren, anmelden, Fragen stellen und Wissenswertes ins Forum schreiben…)

Auf der Seite von OpenWRT findet man die Images für den Linksys WRT und weitere Router von Hersteller wie ASUS, AVM (Fritz Box), uvm.

Die Installation kann einfach über das Webinterface des Routers durchgeführt werden. Die schon durchgeführten Einstellungen bleiben dabei erhalten, z. B. PPPoE-Einstellungen zum Verbinden mit dem Internet.
Alternativ kann auch ein TFTP-Server benutzt werden, während der Router einen Kaltstart durchführt. Dieses Verfahren muss auch angewandt werden, falls beim Installieren der neuen Firmware etwas schief geht.
Prinzipiell kann man an diesem "Ding" nichts kaputt machen, bei Fehlkonfiguration kann die Firmware wieder eingespielt werden.

Daraufhin kann nun über die Konsole die Installation der gewünschten Software fortgeführt werden, z.B. der DHCP-Server. Allerdings kann man auch das Webinterface nutzen, um einzelne Pakete zu installieren.

Warum ein neuer Router?

Ich habe mir einen WRT54GL gekauft, weil ich mit meinem bisherigen Router nicht mehr länger zufrieden war. Zusammen im Bündel hatte ich einen "W-LAN Modem 200" von Arcor, doch ständige Verbindungsabbrüche und streckenweise Totalausfälle ließen mich gar nicht von ZyXELs unfunktionierten Prestige überzeugen. Seitdem benutze ich das Gerät nur noch als Modem, für mehr ist es meiner Meinung nach nicht zu nutzen. 

Achtung, wichtig!

Tauscht man die Firmware aus, so verliert man die Garantie. Jeder sollte sich dessen bewusst sein, wenn die Software auf dem Router geändert wird.
Außerdem sei noch gesagt, dass das ein Router ohne integriertes Modem ist! Daher ist bei mir oben auch noch ein Modem im Einsatz.

Weitere Informationen / Quellen

www.openwrt.org
c't 24/06, Seite 160 (heise Zeitschriftenverlag)

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