Schlagwort-Archive: Linux

Private Cloud-Dienste

iCloud, TelekomCloud, Dropbox – Cloud-Dienste sind in aller Munde. Auch die CeBIT 2012 stand im Zeichen der Cloud. Fragt man herum, was eine Cloud ist, so gibt es bei 100 Leuten mindestens 100 Antworten.

Eines haben alle die meisten Definitionen gemein: zentralisierte Dienste, und eine skalierbare Plattform. Dazu werden Clients benötigt, die die Daten medienbruchfrei in das jeweilige Betriebssystem integrieren. Welche Dienste das sind, das ist von der jeweiligen Zielgruppe abhängig.

Im Privatumfeld sind das in der Regel Kalender, Kontakte, Bookmarks, Bilder/Fotos, Filme und Musik. Das sind alles Daten, die ich ungerne außerhalb meines Hoheitsgebietes lagern möchte, geschweige denn in einem anderen Land oder einem anderen Kontinent, die sich möglicherweise nicht um Datenschutz scheren. Darum schaue ich mir ownCloud mal genauer an, das diese Funktionalitäten bieten soll und auf Ubuntu auf meinem Heimserver laufen kann.

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KVM beschleunigen

KVM (nicht Keyboard, Video, Mouse) ist eine feine Sache: Neben dem Riesen VMware und Xen stellt KVM als offene und freie Virtualisierungsumgebung eine Möglichkeit, Server zu virtualisieren und Betriebssysteme oder Distributionen zu testen. KVM ist derzeit nur für Linux verfügbar.

Mitunter kommt es aber vor, dass die VMs bei intensiverer Nutzung nicht so performant erscheinen, wie sie sollten.

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Ubuntu: KVM Shutdown funktioniert nicht

Das Problem werden viele kennen: Klickt man im Virt-Manager auf Shutdown oder nutzt den virsh-Befehl shutdown, um Ubuntu Server elegant herunterzufahren, so passiert gar nichts.

Nutzt man dagegen forced shutdown/Forciertes Herunterfahren im Virt-Manager oder in der virsh destroy, was den selben Effekt hat wie ein Stromkabel ziehen hat, fahren die VMs runter. Jedoch besteht hier eine große Gefahr, dass es zu Dateisystemproblemen kommen kann oder aber das Dienste in einem undefinierten Zustand sind, weil sie sich nicht richtig beenden konnten.

Daher wäre ein „normaler“ Shutdown schon eine feine Sache. Abhilfe schafft der Befehl in den VMs:


user@server:~$ sudo aptitude install acpid

Außerdem muss im Virt-Manager unter Overview –> Maschinenseinstellungen ACPI aktiviert werden. Nach meiner Erfahrung ist das aber per default aktiv.

ACPI bedeudet Advanced Configuration and Power Interface. In der Desktopvariante sorgt acpid bspw. für die verschiedenen Schlafzustände S0 bis S5.

Warum ich Linux-PCs verkaufen würde

Der Heise Zeitschriftenverlag ist in meinen Augen der Quasi-Standard bei Berichterstattungen, Recherchen und Untersuchungen im IT-Bereich in der deutschen Presselandschaft. Die c’t ist ein sehr geschätztes Fachmagazin, heise.de für viele Admins eine tägliche Anlaufstelle.

Vor einigen Tagen fand ich sich in den Google News den Artikel Warum ich keine Linux-PCs verkaufe.
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Nagios-Checks mit check_mk/WATO

Wenn man schon WATO nutzt, um sich um die Hosts und Services per Webinterface zu kümmern, dann wäre es ja angenehm, wenn man nicht WATO (inkl. der daraus resultierenden Nagios-Configs) und die originären Nagios-Checks pflegen müsste, sondern bspw. per WATO einen Webserver definiert und der dann mit check_http auf eine bestehende Webserver-Root überprüft wird.

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DD-WRT: Kein DynDNS-Update

In einem von mir betreuten Netzwerk steht ein WLAN-AccessPoint (WRT54GL mit DD-WRT, WLAN und Switch gebridged) hinter einem Router, der leider kein DynDNS kann. Also wollte ich DD-WRT nutzen, um DynDNS regelmäßig zu aktualisieren.

Trotz diverser Updates, Costum DDNS Einstellungen und Hardware-Tauschaktionen kam immer wieder der selbe Fehler:

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Init-Script für NDO2DB unter Ubuntu/Debian

Bei unserem Nagios-Server müsste ich nach jedem Boot den Dienst NDO2DB neustarten. Eleganter ist allerdings ein Init-Script, wenn es nicht schon von der Paketverwaltung mitgeliefert wird oder in den Sources beigefügt ist:

Man öffnet eine Shell

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Samba-Freigabe automatisch mounten

Wenn man ein Samba Share oder eine Windows-Dateifreigabe beim Booten von Linux automatisch mounten möchte, so muss man einen Eintrag in die /etc/fstab vornehmen. Diese Datei wird beim Booten ausgelesen und in Folge dessen die Dateisysteme eingehangen. Ebenso sorgt der Befehl mount -a , dass die /etc/fstab ausgelesen wird und die Filesysteme dementsprechend eingehangen werden (bspw., wenn man die Datei nachträglich noch geändert hat).

Um bei jedem Boot eine Dateifreigabe von Windows oder ein Samba Share einzubinden, trägt man diese Zeile in die Datei ein:

Der Ordner /mnt/mountpoint muss auch wirklich existieren und das System muss das Dateisystem smbfs kennen, sonst schlägt das Einhängen fehl (mount: unbekannter Dateisystemtyp „cifs“). Unter Ubuntu ruft man, falls nicht installiert, folgenden Befehl auf:

Update: bis Ubuntu 10.10 hieß das Paket und das Dateisystem smbfs.

Dateien ohne Kommentare ausgeben

Wenn man ein Problem im Forum postet, wird man häufig nach den Config-Dateien gefragt. Allerdings haben viele Config-Dateien in der Regel erklärende Kommentare enthalten. Um unter Linux/Unix die Dateien ohne Kommentare anzuzeigen, nutzt man diesen Befehl:

grep -Ev „^(#|;)“ beispiel.cfg

grep ist ein Programm, dass den Inhalt von Dateien (oder Datenstreams) auf Muster testen kann. Das obige Muster sagt, dass grep alle Zeilen anzeigen soll, die direkt am Beginn ein # oder ein ; besitzen. Durch den Schalter -v wird es umgedreht: Zeige alle Zeilen, die nicht dem Muster entsprechen.

Dieser Befehl schreibt alles in eine Datei, die dann hochgeladen werden kann.

Ubuntu – DIE Alternative zu Microsoft Windows

Ubuntu Weihnachten Der Computer wird mehr und mehr zu einer essenziellen Grundlage unseres täglichen Lebens. E-Mails lesen und schreiben, im Internet surfen, (Urlaubs-)Bilder bearbeiten und ausdrucken, mit Freunden chatten, Texte schreiben und speichern, Haushaltskasse überwachen, Steuererklärung machen, Weihnachtsgeschenke ersteigern, Bücher und DVDs bestellen, MP3-Sammlung anhören und verwalten, Videos bearbeiten und brennen.

Fast jeder bringt PCs und Computer zwangsläufig mit einem einzigen Betriebsystem in Verbindung: Microsoft Windows. Die neuste "Schöpfung" lautet Vista, seine Vorgänger hießen XP, ME, 98 und 95.
Für viele Menschen stellt das eine unauflösbare Einheit dar, Computer = Windows, Windows = Computer. Doch das muss nicht sein.

Lange Zeit galt Linux, ein unter Open Source gestelltes und damit kostenloses Betriebsystem, zu Recht als ein Betriebsystem für Experten. Auch mit Computercracks, Freaks und Hacker wurde es in Verbindung gebracht. Das mag sein, man brauchte jedenfalls einen langen Atem, viel Wissen und einen gewissen Fetisch für IT-Fummeleien, um endlich das System nach seinem Vorstellungen umgebastelt zu haben.

Angefangen habe ich persönlich mit SuSE 9.3 . Nur ganz kurz: es war alles andere als einfach, aber um Linux zu verstehen war es super. Komplett anderes Dateiverständnis, unterschiedliche Ordnerstrukturen, viele Befehle auf der Kommandozeile, Hardwareunterstützung war lausig, die mitgelieferte Software war gewöhnungsbedürftig, die grafische Oberfläche nicht mit Windows zu vergleichen. Ein wenig verlor ich die Lust, OpenSuSE 10.1 sollte das retten – doch meine WLAN-Karte funktionierte immer noch nicht… doch dann erfuhr ich von Ubuntu.

Begrifflichkeiten 

Der Begriff "Ubuntu" kommt aus einer Sprache zweier afrikanischer Völker und bedeutet "Menschlichkeit" und "Gemeinsinn".

Maßgeschneidert 

Ubuntu kommt in verschiedenen Versionen daher. Ubuntu an sich wird mit dem GNOME Desktop ausgeliefert, Kubuntu dagegen hat als Standarddesktop KDE . Xubuntu kommt mit einer arbeitsspeicherfreundlichen Umgebung namens XFCE und Edubuntu ist speziell auf die Zielgruppe Schule und Kindergarten abgestimmt.
Ubuntu Studio hat alles an Bord, was für professionelle Multimediabearbeitung benötigt wird.

Persönlich sehr interessant finde ich die Ubuntu Server-Variante. Sie kommt ohne Desktop-Manager daher, bietet aber alle nötigen Pakete und Dienste für einen Server . Persönlich hatte ich beruflich mit dieser Edition zu tun und nutzte ihn als VMware-Server.

Die Desktops GNOME und KDE unterscheiden sich im "Look and Feel" und in der mitgelieferten Software. So benutzt KDE normalerweise den Konquerer als Browser, GNOME benutzt den Firefox. Grundsätzlich kann man alles nachinstallieren.
Da ich mit SuSE angefangen habe, war meine erste Wahl auch der KDE, doch bin ich inzwischen zum GNOME umgesattelt.

Alltagstauglich

Die Eingangs erwähnten Aufgaben sind Kriterien, die ein Betriebsystem heutzutage mitbringen muss.

Aufgabe  Programm 
E-Mails lesen und schreiben  Evolution und Thunderbird 
Im Internet surfen Konquerer und Firefox
Bilder bearbeiten Gimp
Bilder verwalten  F-Spot
Chatten (MSN, AIM, etc.)  Pidgin
Texte schreiben  OpenOffice Writer
Tabellenkalkulation OpenOffice Calc
MP3s hören und verwalten Rythmbox
Videos ansehen  Totem

Programme wie Thunderbird, Firefox, Gimp und OpenOffice sind schon seit einiger Zeit alte Bekannte aus der Windows-Szene. Sie unterscheiden sich kaum. Die Frage nach Huhn oder Ei stellt sich hierbei nicht, ganz wertungsfrei: Sie kommen aus der Linux-Welt.

Mit Sicherheit

Von Windows XP und Vista ist man es ja gewöhnt: Updates trudeln regelmäßig ein. Dies bleibt auch bei Ubuntu nicht aus. Geht man aber davon aus, dass Ubuntu gar nichts kostet und Updates dem Zwecke der Sicherheit, der Verbesserung und der Stabilität dienen, so installiert man sie gern.
Da die meisten Viren speziell auf Windows ausgerichtet sind, ist die Gefahr (noch) recht gering. Doch sollte der Anteil an Linux-Benutzer steigen, so wird auch das Risiko höher.

Da Linux/Unix aber ein konsequentes Rechtesystem hat, von dem man bei Windows nur träumen kann, und der Hauptbenutzer bei Ubuntu nur mit eingeschränkten Rechten unterwegs ist, braucht man nur bei der Passworteingabe vorsichtig sein.

Das Auge spielt mit

Es soll Windows-Nutzer geben, die nicht genug von der Aero-Oberfläche bekommen. Ich muss ja zugeben, es sieht nett aus. Wer nun glaubt, dass Ubuntu diesen Punkt an Microsoft verliert, der irrt. Reicht die Hardwareunterstützung aus und sind die richtigen Treiber installiert, so bringt auch Ubuntu Fenstertransparenz mit und setzt noch einen drauf: Der Desktopwürfel. Wird der Desktop zu voll, hat man die Möglichkeit zum nächsten zu schalten und dort weitere Programme laufen zu lassen und Dateien zu platzieren. Die Umschaltung zwischen zwei Desktops kann sich sehen lassen:

Compiz

Mutiger Affe

Die aktuelle Version heißt "Ubuntu 7.10 (Gutsy Gibbon)". Die 7 steht für das Erscheinungsjahr 2007, die 10 für den Erscheinungsmonat. Die Ubuntu-Macher Canonical geben jeder Version einen Spitznamen. Bisherige (noch unterstützte) Versionen sind:

  • 6.06 LTS Dapper Drake
  • 6.10 Edgy Eft
  • 7.04 Feisty Fawn

Erfahrungen

Edgy Eft war meine erste Erfahrung mit (K)Ubuntu. Die WLAN-Treiber waren zwar ein Krampf, doch überzeugte mich das Konzept. Die Installation von Feisty Fawn war dann nötig, weil erst ab dieser Installation ein kompletter Versionssprung möglich war, zuvor musste man für jede Version das System neuinstallieren, was nicht sehr anwenderfreundlich ist. Nun unterzieht man dem PC eine zweistündige Prozedur, die nahezu eigenständig abläuft, und das Upgrade ist geglückt. Seit Feisty Fawn ist auch der WLAN-Treiber mit vollständiger WPA-Unterstützung kein Problem mehr.

USB-Sticks werden blitzschnell erkannt und eingebunden. Selbst die Windows-Partition (mit NTFS formatiert) kann gelesen und beschrieben werden. 

Wine –  Windows-Programme unter Linux nutzen

Wann immer ich kann, nutze ich die Ubuntu-Installation – Windows nutze ich nur noch, falls ich Programme basierend auf Windows nutzen muss. Und das ist der einzige Nachteil: für Gamer ist Ubuntu kein Vorteil, zu viele Spiele sind nur in der Windows-Version verfügbar. Doch die Community hat reagiert und stellt mit "wine" eine Anwendung zur Verfügung, die es erlaubt, eine Windows-Laufzeitumgebung in Linux zu integrieren. Ich habe wine installiert, um PokerStars zu nutzen. Selbst CounterStrike:Source soll funktionieren.

VMware – Virtuelle Umgebung

Eine andere Variante wäre die Installation von VMware. Die Macher von Ubuntu und VMware arbeiten eng zusammen und geben gemeinsame Pakete heraus. Dank VMware ist es möglich, einen virtuellen Windows-PC unter Linux laufen zu lassen. Den müsste man nur starten, wenn man hartnäckige Windows-Programme starten möchte. Aber auch zum Ausprobieren von anderen Betriebsystemen kann VMware genutzt werden, man kann schließlig nichts falsch machen.

Hilfesuchend

Ubuntu ist frei und ebenso kostenlos ist auch die Hilfe. Das Internet bietet eine Unmenge an Informationen. Wie bei allen Communities gilt auch hier:

  1. Internetweite Suchmaschinen nutzen (z.B. google.de )
  2. Communityinterne Suchfunktion (SuFu) nutzen
  3. nachdenken 🙂
  4. Fragen im Forum stellen

Erste Anlaufstellen für Ubuntu-Benutzer, und welche die es werden wollen: